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s'Praxisblättle

- 2015 -

Das Beste für den Igel

Jedes Jahr im Herbst, spätestens aber zu Beginn des Winters sehen wir in unserer Praxis viele Igel. Manche sind verletzt, die meisten sind voller Parasiten (Würmer, Flöhe, Zecken) und manche davon sind noch recht klein.

Die meisten Menschen sorgen sich um diese Tiere und wollen Ihnen dabei helfen über den Winter zu kommen. Im Sinne des Tierschutzes ist das natürlich eine gute Idee, jedes Tier dem man Leiden ersparen kann ist ein Gewinn. Im Sinne des Naturschutzes sieht die Situation etwas anders aus. Igel sind Wildtiere und dürfen nur in Ausnahmefällen überhaupt eingefangen und in menschliche Obhut gebracht werden. Igel sind nicht vom Aussterben bedroht und durchaus in der Lage in unseren Breiten durch den Winter zu kommen (speziell wenn man bedenkt, wie unsere Winter zur Zeit aussehen).
 
Wenn man einen verletzten Igel findet, sollte man diesen möglichst bald von einem Tierarzt untersuchen lassen. Wenn der Igel unverletzt aber noch sehr klein ist, sollte man versuchen ihn nicht einzufangen sondern ihn vor Ort etwas zu unterstützen. Man kann Futter und etwas zu Trinken bereitstellen und ihm einen Übernachtungs- oder gar Überwinterungsplatz anbieten. Nur in den wenigsten Fällen ist es notwendig die Tiere ins Haus zu nehmen und wirklich über den ganzen Winter zu versorgen.
 
Man weiß heute, dass die Igel, die vom Menschen durch den Winter gebracht werden sehr oft im nächsten Jahr große Probleme haben. Sie kommen erst sehr spät dazu sich ein Revier zu sichern und können daher auch erst spät beginnen sich fortzupflanzen. Die Igeljungen aus solchen Verbindungen haben dann am Ende des Jahres oft die gleichen Probleme wie ihre Eltern im Vorjahr.
 
Wenn Sie vorhaben einen Igel zu versorgen dann gibt es hierzu eine Reihe hervorragender Seiten im Internet, auf denen alle notwenigen Informationen zu finden sind. Bitte erkundigen Sie sich dort genau was das Beste für die stachligen Kollegen ist. Einen Igel richtig zu versorgen ist nicht so einfach wie viele oft denken.
 
Am meisten helfen Sie Igeln, indem Sie ihnen einen geeigneten Lebensraum anbieten. In igelfreundlichen Gärten können Sie oft auch das ganze Jahr über immer wieder beobachten wie die Tiere sich entwickeln und wie Sie ihre Jungen aufziehen. In Gärten ohne viel Chemie und mit ausreichend Nahrungsquellen und Verstecken gehört der Igel bald zu den ständigen Gästen.
 
Weitere Informationen rund um den Igel z.B. unter: http://www.proigel.de/